Verein

Vereinsgründung 30er Jahre:
Als vor etwa sieben Jahrzehnten immer mehr Sportbegeisterte sich dem König Fußball verschrieben, setzten sich auch in unserem Heimatort einige Anhänger des runden Lederballes eines Sonntagmorgens im Lokal Schaaf, der heutigen Gaststätte Hülsenbusch, zusammen und gründeten den VfR Fischenich 1930. Zum ersten Vorsitzenden wurde Josef Berg gewählt. Nachdem der Gastwirt Ignaz Schaaf einen Ball gestiftet hatte, konnten die ersten Spiele, die mit mehr Begeisterung als mit fußballerischem Können ausgetragen wurden, steigen. Aber, und das bleibt maßgebend, es ging langsam und stetig aufwärts. Zu dem kleinen Häuflein der Gründer gesellten sich im Laufe der Zeit immer mehr Fußballsportler. Der einen Mannschaft folgte alsbald eine „Zweite“ und außerdem mehrere Jugendmannschaften. Damit wurde auch der heranwachsenden Jugend Gelegenheit gegeben, sich auf dem Fußballplatz auszutoben.
Unser erster Sportplatz, die sogenannte „Ecksteindose“, lag am Ortseingang. Aus diesem Grunde wurde als neues Vereinslokal die näher am Sportplatz gelegene Gaststätte Piertz, heute Casa Antica, gewählt. Hier kam es am 26. Juli 1931 zum Zusammenschluß zwischen dem Radfahrclub Columbia 1908 und dem Verein für Rasenspiele 1930 Fischenich mit dem Namen „Sportverein Columbia 1908 Fischenich“ unter dem Vorsitzenden Wilhelm Gladbach. Das, was den damaligen Mitgliedern fehlte, brachte die Fusion mit sich: Eine Anzahl von Männern gesetzten Alters, die dazu geschaffen schienen, eine schlagkräftige erste Mannschaft auf die Beine zu stellen.
Der Ausbau des Vereins wurde nun energisch vorangetrieben. Bereits 1931 konnte eine „Dritte Mannschaft“ aufgestellt werden. Der für den Spielbetrieb inzwischen zu klein gewordene Sportplatz veranlasste die Vereinsverantwortlichen, mit der Gemeinde zwecks Überlassung eines für einen ordentlichen Spielbetrieb geeignetes Gelände zu verhandeln.
Es dauerte bis zum Sommer 1932, ehe dieses Ziel erreicht wurde. Bei herrlichem Wetter erlebten die zahlreichen Zuschauer das erste Spiel auf der neugeschaffenen, inzwischen aber längst
wegplanierten, Platzanlage „Am Lindgenkreuz“ (heutiger „Rosellenplatz“ im Unterdorf) gegen die damalige Oberligamannschaft von Vingst 05. Das Spiel wurde zwar mit 9:3 verloren, als Werbung für den Fußballsport war es allerdings ein voller Erfolg.
Mit den Trainern Fritz Schulz und später Franz Kerp, bekannter Spieler der Spielvereinigung Sülz 07 aus den Zwanziger Jahren (Erreichten mit der Spvgg. Sülz 07, dem späteren 1.FC Köln, im Jahre 1928 das Viertelfinale der Endrunde um die Deutsche Fußballmeisterschaft), erlebte der Verein einen in spielertechnischer Hinsicht wertvollen Aufschwung, der bis 1939 beginnende Krieg das Vereinsleben vollständig zum Erliegen brachte.

 

KRIEG…
Nachkriegszeit, 40er Jahre:
Viele, besonders aktive Mitglieder, kehrten nicht mehr zurück. Bald nach Kriegsende fanden sich einige frühere Vereinsanhänger schnell wieder zusammen und so wurde bereits Mitte 1945 die Vereinsarbeit, jedoch wieder unter dem Namen „VfR Fischenich 1930“, aufgenommen. Dass dies mit den allergrößten Schwierigkeiten verbunden war, ist erklärlich, wenn man bedenkt, dass es damals kaum die lebensnotwendigen Ding, geschweige noch Fußbälle oder Fußballschuhe, gab. Trotzdem wurde es geschafft. Die damaligen Verantwortlichen und Aktiven können stolz darauf sein, im September 1945 als erste Mannschaft des Landkreises Köln gegen eine Vertretung der englischen Besatzungsmacht auf dem Sportplatz Villenhöhe in Hermülheim gespielt zu haben. Das Ergebnis von 1:1 war außerdem ein prächtiger Erfolg.
1946 wurde mit der Anlage eines neuen Sportplatzes oberhalb von Fischenich, „Auf der Landau“, begonnen. Dazu mussten nahezu 10000 cbm Erde bewegt werden. Man kann wohl kaum ermessen, wie viel Idealismus und Liebe zur Sache von allen Anhängern aufgebracht worden ist, um eine einigermaßen bespielbare Fläche zu schaffen. All diesen unermüdlichen Helfern gilt heute noch unser besonderer Dank. Diese Leistung war die Grundlage für den weiteren erfolgreichen Aufbau unseres Vereins.

50er Jahre:
Seit August 1956 können sich die Älteren Spieler in der Alte-Herren-Mannschaft betätigen. Diese Spiele sind bei Spielern und Zuschauern sehr beliebt. Auch heute noch stellt der VfR eine „Alt-Herren“ Mannschaft.
Zu der Feier des 25jährigen Jubelfestes am 13. August 1955 erschien der damalige Kreisvorsitzende Willi Opladen persönlich. Er entbot die Glückwünsche des Fußballverbandes und überbrachte wohl als schönstes Geschenk zum Jubelfest die Nachricht, dass die Entstehung eines Sportjugendheimes geplant und auch genehmigt sei. Die Freude über diese Nachricht war natürlich sehr groß. Bereits am 16. Mai 1956 konnte mit den Ausschachtungsarbeiten durch die zu dieser Zeit noch sehr tatkräftigen Mitglieder begonnen werden. Nach sechsmonatiger Bauzeit war das Jugendheim erstellt und wurde durch den seinerzeitigen Verbandsvorsitzenden Alfons Kierdorff eingeweiht. In seiner Ansprache betonte er, das Heim als eine Stätte sportfreudiger und lebensbejahender Jugend zu sehen. Die Einsegnung nahm Hochwürden Herr Kaplan Norbert Schütz vor, der den Weg des Sports, von kirchlicher Seite her, sehr lobte. Für die  Gemeindeverwaltung übermittelte der stellvertretende Bürgermeister Hansen herzliche Glückwünsche. Das Jugendheim wurde uns im Jahre 1965 im Wege der Schenkung übertragen und ist nunmehr unser  Eigentum. Vorraussetzung für Übertragung aber war, dass der Verein sich in das Vereinsregister eintragen  ließ. Der Verein trägt seitdem den Zusatz „e.V.“, eingetragener Verein.
Nachdem das Jugendheim erstellt war, galt die Sorge des Vorstandes dem Auf- und Ausbau der Platzanlage. Mehrfach musste die Oberdecke erneuert werden, damit der Spielbetrieb aufrechterhalten werden konnte. Nach langwierigen Verhandlungen stellte die Gemeindeverwaltung die erforderlichen Gelder zur Erweiterung des Platzes und zum Einbau einer Rohrdrainage zur Verfügung. Am 3. September 1958 wurde mit diesen Arbeiten begonnen, wobei gleichzeitig eine neue Oberdecke aus Lavalit aufgelegt wurde. Der Weg zum Jugendheim wurde ausgebessert und mit der erforderlichen Straßenbeleuchtung ausgestattet. Bereits am 1.Februar 1959 konnten die ersten Spiele auf der völlig überholte Platzanlage ausgetragen werden.

 

60er Jahre:
Als der Westdeutsche Fußballverband wieder tätig wurde, standen wir bereits auf festen Füßen. Unsere Mannschaft schaffte den Aufstieg in die erste Kreisklasse, in der sie sich bis 1961 halten konnte, um dann in die zweite Kreisklasse abzusteigen. An Anstrengungen und erforderlichen Maßnahmen fehlte es nicht, um die Rückkehr in die erste Kreisklasse zu gewährleisten. Doch erst mit der Verpflichtung des Trainers Jaques Fortrie, der es verstand, alle Spieler zu regelmäßigem Training, zur Pflege der Kameradschaft und zu selbstlosem Einsatz auf dem Spielfeld zu bewegen, wurde der Wiederaufstieg im Jahre 1966 geschafft. Dieser Anlass wurde mit einem feierlichen Festakt im prall gefüllten Saale „Hülsenbusch“ gefeiert, wobei gleich mehrere Ortsvereine zu den Gratulanten gehörten.
Bereits im darauffolgenden Jahr, in der Saison 1967/68, wurde dann erstmalig in der Vereinsgeschichte die Bezirksklasse erreicht. Bis 1985 konnte diese Klasse stets mit gutem Erfolg gehalten werden. Doch dann musste der bittere Abstieg in die Kreisliga A hingenommen werden.
Im Jahre 1962 musste jedoch die Oberdecke des Spielfeldes wiederum (diesmal aus Aachener Rote Erde) erneuert werden. Es hatte sich herausgestellt, dass in der alten Decke gesundheitsschädliche Substanzen vorhanden waren, die besonders bei Schürfwunden sehr gefährliche Auswirkungen hatten. Im Jahre 1962 wurde weiterhin eine Rohrbrüstung um das Spielfeld geschaffen und die gesamte Anlage selbst mit einem Maschendrahtzaun eingefasst. Ebenfalls unter der Regie des 1. Vorsitzenden Johann Stauber wurde 1963 eine offene und 1964 eine überdachte Stehplatztribüne erstellt, die auch heute noch vorhanden sind. Im Jahre 1965 wurde im Rahmen einer schlichten Feierstunde ein Gedenkstein am Jugendheim eingeweiht.
Schließlich wurde in diesem Jahr als letztes die Flutlichtanlage erstellt, die mit einem begeisternden, wenn auch 4:0 verlorenem Spiel gegen die komplette Vertragsspielermannschaft des SC Viktoria Köln seiner Bestimmung übergeben wurde. Dieses Ergebnis ist allerdings mehr als beachtlich, wenn man bedenkt, dass der Gegner in der Regionalliga spielt, der höchsten deutschen Amateurspielklasse. Damit erhielt der VfR als erster Verein der damaligen „Großgemeinde Hürth“ eine Flutlichtanlage, was angesichts der Zeit eine große Sensation war.
1968 konnte der VfR neben den Jugendheim ein Wohnhaus für den jeweiligen Platzwart erbauen.

 

70er Jahre:
Als Trainer aus dieser Zeit sollte man besonders Kurt Maus erwähnen, der lange Jahre mit großem Einsatz und Erfolg in Fischenich arbeitete. Ende der Saison 1978/79 verließ Kurt Maus den Verein, um wieder für seinen Stammverein SC West tätig zu werden. Heute belegt Kurt Maus den Posten des Sportdirektors beim Oberligisten Yurdumspor Köln.
Sein Nachfolger wurde Helmut Hamacher, der nach erfolgreichen Jahren in Wesseling zu seinem Heimatverein zurückkehrte. Unter seiner Regie wurde besonders die Jugendarbeit gefördert. Mit großem Erfolg, denn in der nachfolgenden VfR Mannschaft standen viele Eigengewächse. Beinahe wäre dieser jungen Mannschaft nach über 17 Jahren Bezirksklasse ein Sprung nach Oben gelungen, doch es sollte nicht so kommen…
Bei dem Feuer von 1970 wurde das Jugendheim ein Raub der Flammen. Nur mit Mühe konnte die Feuerwehr ein Übergreifen auf das Wohnhaus verhindern. Die genaue Brandursache konnte die Polizei und Feuerwehr nie genau ermitteln. Wahrscheinlich lag der Grund in einem Defekt in der elektrischen Anlage.
Im Jahre 1971 wurde die VfR Zeitschrift „Landau-Kurier“ eingeführt. Otto Bauer erhob die Vereinszeitung aus der Taufe. Seit dieser Zeit erscheint der „Landau-Kurier“ zu jedem Heimspiel. Eine Leistung, die sicher der Beachtung wert ist. Selbst Vereine aus höheren Amateurklassen können nicht auf solche eine Tradition zurückblicken. Die ersten Vereinsnachrichten erschienen auf ein oder zwei DIN A4 Seiten. Bereits 1972 kam Helmut Dietrich zum Redaktionsteam des VfR. Heutzutage kümmert sich Maro Müller-Bachem um die Gestaltung des Kuriers, der nun im 34. Jahrgang existiert.
Bis 1975 mussten sich die Fischenicher Fußballer und deren Gäste in den Kabinen der Turnhalle am Fischenicher Rebenfeld umkleiden. Dann fand endlich die Grundsteinlegung für den Neubau des  VfR Jugendheimes statt. Seit 1976 können sich die Fußballer wieder auf der eigenen Anlage in einem Jugendheim auf ihre Wettkämpe vorbereiten.

80er Jahre:
Im Jahre 1980 stand die große Jubiläumsfeier des nun 50 jährigen VfR Fischenich vor der Türe. Anlässlich dieser Jubiläums erreichte der Verein viele Glückwünsche seitens des Verbandes und der Stadt. Ein vielseitiges Programm begrüßte zahlreiche Zuschauer und Freunde des VfR in der Woche vom 25.05.1980 bis zum 01.06.1980. Ein E Jugend Turnier um den „Philipp Doetsch-Pokal“ ließ die Feierlichkeiten einklingen. Ein Spiel der VfR-Traditionsmannschaft gegen die Traditionsmannschaft des 1.FC Köln (um Spielführer Overath, Müller, Simmet u.a.) sowie ein Festakt im Saale Hülsenbusch sollten folgen, ehe die Erste Mannschaft das Jubiläum mit einem Spiel gegen den BC Berrenrath I ausklingen ließ.
Im Jahre 1986 konnte man trotz großen Bemühens den Abstieg in die Kreisliga A nicht verhindern. Viele Jugendmannschaften lösten sich nach und nach auf. Man kann sagen, dass dies die schlimmste Zeit des Vereins war. Doch der VfR wäre nicht der VfR, wenn er nicht auch aus solch einer Krisenzeit hinausgefunden hätte.

90er Jahre:
Zwar musste in der Saison 1994/95 sogar der bittere Weg in die Kreisliga B angetreten werden, jedoch gründeten sich nach einer Elterninitiative 1991 wieder neue Jugendmannschaften beim VfR, wovon der verein heute noch zehrt. Nachdem der Verein klinisch tot war, wurde nun wieder ganz klein angefangen. Die ersten F-Jugendmannschaften brachten wieder Pokale nach Hause und auf ihnen sollte für die Zukunft aufgebaut werden. Unter der Jugendleitung von Margot „Maggy“ Zingel gelang es, längerfristig eine 7 Jugendmannschaften umfassende Jugendabteilung aufzubauen, die heute ein noch größeres Ausmaß angenommen hat. Die folgenden Jahre waren für die Senioren die schwersten der Vereinsgeschichte. Die Erste Mannschaft verpasste Jahr für Jahr den Aufstieg in die Kreisliga A und musste sich immer mit dem undankbaren 2. oder 3. Platz begnügen. Am traurigsten war die Saison 1998/99, da man im Grunde die ganze Zeit dominierte, aber sich in entscheidenden Relegationsspiel auf der Platzanlage in Kendenich dem BC Berrenrath II mit 2:4 geschlagen geben musste….und das nach einer 1:0 Führung vor 300 Fischenicher Zuschauern. Die folgende Saison zog wider erwartens etliche Enttäuschungen mit sich. Trainer Ralf Schüller hatte die Mannschaft nicht mehr im Griff und die Trainingsbeteiligung fiel auf 5-8 Leute. Einige Spieler verließen den Verein oder passten Altersbedingt. Hinzu kam ein Punktabzug auf Grund des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers. Mit viel Routine und Ehre zogen die „Alten“ den Karren noch einmal aus
dem Dreck und kämpfen für unseren VfR. Leider musste 1997 erstmals ohne eine Zweite Mannschaft die Saison beginnen. Die Jugendmannschaften allerdings konnten große Erfolge nachweisen, insbesondere die Mannschaft um Frank Stemmeler aus dem Jahregang 1985/86, welche den Staffelsieg erringen konnte. Des Weiteren kann der VfR Fischenich stolz darauf sein, den „SeppHerberger-Preis“ errungen zu haben. Der Ehrenpreis zeichnet die Jugendabteilung eines Vereins in gesamten Land-Kölner Kreises aus, der auf große Fairness und herausragende Leistungen der Jugendförderung schließen lässt.

2000-Gegenwart:
In der Saison 2000/01 kam es zu einem Vorstandswechsel und zu einem Trainerwechsel im Seniorenbereich. Diese beiden Faktoren waren sicherlich grundlegend für die weiteren Jahre, in denen der Aufwärtstrend im Verein begann. Mit Rudi Sohns und Jürgen Kläber an der Spitze trieben zwei VfR-Anhänger den VfR voran. Man konnte nicht tatenlos zusehen, wie der einst so erfolgreiche und traditionsreiche VfR Fischenich zu Grunde geht. Daher verpflichtete man mit Rainer Blank einen erfahrenen und erfolgreichen Spielertrainer im Kreis. Er brachte noch etliche Spieler von seinem ehemaligen Verein, der Spvgg. Vochem „zur Landau“.
So sollte mit Hilfe einem Vorbereitungsprogramm, welches man seit Jahren beim VfR Fischenich in dieser Art und Weise nicht erlebt hat, eine schlagkräftige Mannschaft geschaffen werden. Es konnte ein hervorragender 3. Platz erreicht werden, welcher jedoch mit noch konstanterer Leistung noch höher ausfallen hätte können. Auf Grund der sehr guten Saison peilte man in der folgenden Saison den Aufstieg an, konnte diese Ambitionen jedoch schnell begraben und musste einsehen, sich zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben. Obwohl Trainingsbeteiligung und Trainingeifer stimmten, musste man die herausragende Leistung des Aufsteigers anerkennen. Am Ende stieg DEA Wesseling verdient auf, und der VfR konnte einen immer noch akzeptablen 5. Platz erzielen. Lobenswert ist allerdings der hohe Zuschauerschnitt. Trotz der recht schwankenden Leistungen des VfR zogen es teils weit über 100 Zuschauer auf die Landau. Der Schnitt von knapp 80 Besuchern ist wohl Staffelspitze. Auch Auswärts begleiten um die 30 Zuschauer die Erste Mannschaft. Man erkennt, dass ein Interesse am VfR Fischenich wiederbelebt ist.
Im Jahre 2001 und 2002 konnten mit den Telekickern und der Traditionsmannschaft des FC Schalke 04 zwei lukrative Gegner für unsere „Alten Herren“ auf die Fischenicher Landau geholt werden, die in der Spitze mehr als 400 Zuschauer verfolgten. Die Spiele wurden zwar beide verloren, doch der Spaß steht im Vordergrund und einige Alt-VfR’ler können in diesen Spielen zeigen, was sie noch drauf haben.
2002 wurde Rudi Sohns zum 1.Vorsitzenden gewählt und Peter Quadt zum 1. Geschäftsführer. Die beiden leiteten wichtige Vorraussetzungen für die Zukunft des Vereins ein. Zudem konnte der VfR in der Saison 2002/03 wieder eine „Zweite Mannschaft“ melden, die heute vom alten VfR’ler Helmut Wilhelm trainiert wird. Die Mannschaft steigerte sich von Saison zu Saison und findet immer mehr  Anschluss ans Mittelfeld der Kreisliga C. Durch die Verstärkung altersbedingt passender Akteure der Ersten Mannschaft kann die Reserve des VfR in manchen Spielen zeigen, was in ihr steckt.
Erfreulicherweise konnte im Juli 2003 ein Jugendgremium gebildet werden, dem Peter Christoffel vorstand. Leider musste er aus privaten Gründen 2004 zurücktreten, doch schnell kristallisierten sich engagierte VfR Anhänger heraus, die heute noch die VfR-Jugendabteilung führen. Der 1.Vorsitzende des Jugendvorstandes ist Winfried Struk. Unsere Jugendabteilung umfasst in der Saison 2004/2005 9 Mannschaften und ist bis auf im B-Jugend Bereich mindestens einmal in jeder Altersklasse vertreten. Die Erste Mannschaft befindet sich weiterhin auf dem Erfolgskurs. Durch die Zusammenlegung des Land-Kölner Kreises und des Bergheimer Kreises ist die Kreisliga B Staffel stark wie nie zuvor. Die Erste Mannschaft konnte unter Trainer Blank in den letzten 5 Jahren stets unter die ersten 5 Mannschaften kommen, was eine hervorragende Bilanz ist.
Der Verein verfügt im Jubiläumsjahr 2005 über 260 Mitglieder, davon sind ca. 70% aktiv. Nachdem der Verein Ende der 80er/Anfang der 90er seinen sportlichen Tiefpunkt erreicht hat, befindet er sich nun deutlich im Aufwind. Wir alle sind stolz, mit allen Mitgliedern, Freunden und Anhängern das 75. Vereinsjubiläum des VfR Fischenich feiern zu können. Wir blicken auf 75 Jahre Tradition, Idealismus und unermüdlichen Einsatz zurück, die mit allen Höhnen und Tiefen begleitet wurden. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit der Hilfe aller Mitglieder auch in Zukunft eine gute Adresse im Kreis Rhein-Erft sein werden!
Von 2005 bis 2008 konnte der VfR Fischenich wieder eine 2.Mannschaft melden, die von Helmut Wilhelm trainiert wurde. Die Erste Mannschaft erhielt im Jubiläumsjahr 2005 mit Frank Stemmeler einen neuen Trainer. Die Erfolge blieben jedoch aus, so dass er im Dezember 2006 beurlaubt wurde. Auch der neue Trainer Hassan Yilderim konnte die Talfahrt nicht stoppen, so dass zur Winterpause 2006/2007 die zweite Mannschaft zurückgezogen werden musste und Helmut Wilhelm als Interimstrainer fungierte. Während dessen bildete sich auch ein neuer Jugendvorstand, dem Udo Möller noch im Jahre 2009 vorsteht. Im Jahre 2007 verpflichtet man mit Jürgen Heinen einen neuen Trainer für die Erste Mannschaft. Die sportliche Talfahrt konnte nicht gestoppt werden, so dass man im Jahre 2009 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Kreisliga C absteigt und im 80.Jubiläumsjahr 2010 in der untersten Klasse des Kreises spielt. Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten, denn dank der guten Verbindungen zur Stadt und der großen Jugendabteilung wird man unter aller Voraussicht im Jubiläumsjahr 2010 einen Kunstrasenplatz und der derzeit sehr maroden Anlage „auf der Landau“ gebaut. Trotz des sportlichen Abstiegs blickt der Verein mit dem seit 2006 fungierenden 1. Vorsitzenden Peter-Josef Heine hoffnungsvoll in die Zukunft.