Es war einmal…der VfR zu Beginn des neuen Millenniums

In der Saison 2000/01 kam es zu einem Vorstandswechsel und zu einem Trainerwechsel im Seniorenbereich. Diese beiden Faktoren waren sicherlich grundlegend für die weiteren Jahre, in denen der Aufwärtstrend im Verein begann. Mit Rudi Sohns und Jürgen Kläber an der Spitze trieben zwei VfR-Anhänger den VfR voran. Man wollte den traditionsreiche VfR Fischenich wieder in die Spur bringen Daher verpflichtete man mit Rainer Blank einen erfahrenen und erfolgreichen Spielertrainer im Rhein-Erft-Kreis. Mit ihm kamen zahlreiche neue Spieler von seinem ehemaligen Verein Spvgg. Vochem mit „zur Landau“.

So sollte mit Hilfe einem Saisonvorbereitungsprogramm, welches man seit Jahren beim VfR Fischenich in dieser Art und Weise nicht erlebt hat, eine schlagkräftige Mannschaft geschaffen werden. Am Ende der Saison konnte ein hervorragender 3. Tabellenplatz erreicht werden, welcher jedoch mit noch konstanterer Leistung noch besser hätte ausfallen können.
Auf Grund der sehr guten Saison peilte man in der folgenden Saison den Aufstieg an, konnte diese Ambitionen jedoch schnell begraben und musste einsehen, sich zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben. Obwohl Trainingsbeteiligung und Trainingeifer stimmten, musste man die herausragende Leistung des Aufsteigers DEA Wesseling anerkennen. Am Ende stieg DEA verdient auf, und der VfR konnte einen immer noch akzeptablen 5. Platz erzielen. Lobenswert war zu dieser Zeit allerdings der hohe Zuschauerschnitt. Trotz der recht schwankenden Leistungen des VfR kamen weit über 100 Zuschauer im Schnitt auf die Landau. Auch Auswärts begleiteten um die 30 Zuschauer die Erste Mannschaft. Das Interesse am VfR Fischenich wurde somit wiederbelebt.

Im Jahre 2001 und 2002 konnte man mit den “Telekickern” und der Traditionsmannschaft des FC Schalke 04 zwei lukrative Gegner für unsere „Alten Herren“ auf die Fischenicher Landau holen. Gut 400 Zuschauer verfolgten diese Spiele.  Im Jahre 2002 wurde Rudi Sohns zum 1.Vorsitzenden gewählt und Peter Quadt zum 1. Geschäftsführer. Die beiden leiteten wichtige Vorraussetzungen für die Zukunft des Vereins ein. Zudem konnte der VfR in der Saison 2002/03 wieder eine „Zweite Mannschaft“ melden, die vom langjährigen Vereinsmitglied Helmut Wilhelm trainiert wurde. Die 2. Mannschaft steigerte sich von Saison zu Saison und zeigte gute Leistungen in der Kreisliga C.
Hinzu kamen als Verstärkung Spieler der ersten Mannschaft die altersbedingt die Reserve des VfR verstärkten und das Niveau besonders angehoben hatten.

Erfreulicherweise konnte im Juli 2003 ein Jugendgremium gebildet werden, dem Peter Christoffel vorstand. Leider musste er aus privaten Gründen 2004 zurücktreten, doch schnell kristallisierten sich engagierte VfR Anhänger heraus, die heute noch die VfR-Jugendabteilung führen. Der 1.Vorsitzende des Jugendvorstandes war Winfried Struk. Unsere Jugendabteilung umfasste in der Saison 2004/2005 9 Mannschaften und war bis auf im B-Jugend Bereich mindestens einmal in jeder Altersklasse vertreten.
Die Erste Mannschaft befand sich weiterhin auf dem Erfolgskurs. Durch die Zusammenlegung des Land-Kölner Kreises und des Bergheimer Kreises war die Kreisliga B Staffel stark wie nie zuvor. Die Erste Mannschaft gehörte unter Trainer Rainer Blank häufig unter den Top 5-Mannschaften der Liga, was eine hervorragende Bilanz war.
Der Verein verfügte im Jubiläumsjahr 2005 über 260 Mitglieder, davon ca. 70% aktive Mitglieder.

Die Erste Mannschaft erhielt im Jubiläumsjahr 2005 mit Frank Stemmeler einen neuen Trainer. Die Erfolge blieben jedoch aus, so dass er im Dezember 2006 beurlaubt wurde. Auch der neue Trainer Hassan Yilderim konnte die Talfahrt nicht stoppen, so dass zur Winterpause 2006/2007 die zweite Mannschaft zurückgezogen werden musste und Helmut Wilhelm als Interimstrainer fungierte. Währenddessen bildete sich auch ein neuer Jugendvorstand, dem der ehemalige langjährige Spieler der ersten Mannschaft Udo Möller vorstand. Im Jahre 2007 verpflichtete man mit Jürgen Heinen einen neuen Trainer für die Erste Mannschaft. Die sportliche Talfahrt konnte nicht gestoppt werden, so dass man im Jahre 2009 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Kreisliga C absteigen musste. Trotz des sportlichen Abstiegs blickt der Verein mit dem seit 2006 fungierenden 1. Vorsitzenden Peter-Josef Heine hoffnungsvoll in die Zukunft.
Dank der guten Verbindungen zur Stadt und der großen Jugendabteilung wurde das “Projekt Kunstrasenplatz” in Angriff genommen, um den in die Jahre gekommenen Ascheplatz als Fussballplatz zu ersetzen.

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