Auf dem Platz muss ich nicht laut sein

Nachdem wir in der Vergangenheit bereits Interviews mit den Spielführern der ersten und der dritten Mannschaft geführt haben, steht heute Tobias Stehr, Spielführer der zweiten Mannschaft, Rede und Antwort. Die Redaktion des Landau- Kuriers sprach mit Tobias über sein Amt, über die besondere Konstellation im Trainerteam und die Rolle der zweiten Mannschaft im Verein.

Landau-Kurier (LK): Hallo Tobias! Trotz leichten Lockerungen bezüglich der Corona-Pandemie ist noch kein Mannschaftstraining zugelassen. Wie haltet ihr euch individuell fit?

Tobias Stehr: Im November hatten wir einen internen Laufwettbewerb über eine Running-App. Da es eine kleine Geldsumme zu gewinnen gab, war die Teilnehmerzahl sehr hoch und einige Mitspieler konnten den inneren Schweinehund mehr als besiegen. Die Leistungen waren wirklich klasse! Zur Zeit hält sich jeder privat fit. Viele gehen weiterhin laufen, einige auch wandern.

LK: Du bist Spielführer der zweiten Mannschaft. Wie kam es dazu und was ist dir wichtig bei der Ausübung deines Amtes?

Tobias Stehr: Als ich das Amt übertragen bekommen habe, hat ein kleiner Umbruch stattgefunden. Einige Spieler haben die 2. Mannschaft verlassen, viele Spieler sind neu dazugestoßen. Da ich geblieben bin, hatte ich vermutlich ganz gute Chancen. Ausschlaggebend war dann wahrscheinlich noch, dass ich die Getränkekasse geführt habe und man sich immer auf mich verlassen kann. Für mich bedeutet das Kapitänsamt nicht, auf dem Platz der Lauteste zu sein. Das würde ich bei den vielen verschiedenen Charakteren in unserer Mannschaft (das meine ich positiv) auch gar nicht schaffen. Für mich ist das Drumherum wichtig, wie beispielsweise die Organisation unserer „kleinen“ Mannschaftsfahrt nach Prüm oder die Bestellung neuer Trainingsklamotten.

LK: Ihr habt mit Giuseppe Caramanno und Jürgen Heinen zwei gleichberechtigte Trainer. Wie kommt das Team mit dieser Konstellation zurecht?

Tobias Stehr: Das Team kommt damit sehr gut zurecht. Für uns Spieler ist es sehr gut, zwei Blickwinkel zu haben. Giuseppe kann einzelne Situationen auf dem Platz als Spielertrainer viel besser bewerten und mit uns diskutieren. Jürgen hat dafür von außen den Überblick über das große Ganze und kann uns dadurch Situationen schildern, die einem sonst gar nicht aufgefallen wären. Für uns als Team ist das ein absoluter Hauptgewinn, da beide auch an einem Strang ziehen!

LK: Ihr seid sehr gut in die Saison gestartet. Dabei habt Ihr besonders zuhause auf der Landau souverän die Punkte eingefahren. Kann man sagen, dass Corona in dieser Saison größere Erfolge für die zweite Mannschaft verhindert hat?

Tobias Stehr: Das ist schwer zu sagen. Wir sind sehr gut in die Saison gestartet, haben dann aber leider das sehr wichtige Spiel in Schwadorf verloren. Mit Schwadorf und Kierberg stehen Mannschaften oben, die es spielerisch absolut verdient haben. Kierberg wäre nach dem Spiel gegen Friesheim unser nächster Gegner gewesen bzw. ist bei einer Fortführung der Hinrunde bald unser Gegner. Wenn wir da punkten, sieht es für uns sehr gut aus.

LK: Neben der ersten Mannschaft als Flaggschiff gibt es auch die neugegründete dritte Mannschaft mit vielen ehemaligen Spielern aus dem Ort. Was macht eure zweite Mannschaft aus und wie ist die Zusammenarbeit mit den anderen beiden Mannschaften?

Tobias Stehr: Drei Herrenmannschaften zu haben ist absolut bemerkenswert. Kompliment an die Verantwortlichen der dritten Mannschaft, die so eine gute Truppe (sportlich und neben dem Platz) zusammengestellt haben. Aber auch ein Lob an die 1. Mannschaft für die bislang erzielten Ergebnisse in dieser Saison. Durch die Pandemie konnten ja noch nicht so viele Spiele absolviert werden. Daher ist der Austausch zwischen den drei Mannschaften auch noch nicht so groß gewesen. Ich denke aber, dass sich das nach der Pandemie ändern wird und halte auch eine enge Zusammenarbeit im Hinblick auf den Wechsel von Jugendspielern in den Herrenbereich für sehr wichtig. Uns als zweite Mannschaft zeichnet es auch, dass wir ein bunt zusammengewürfelter Haufen sind, neue Spieler schnell integriert werden und es beim Training immer was zum Lachen gibt!

Projekt “Kleinspielfeld”: Neue Impulse erhofft

Der Bau des Kleinspielfelds auf der Sportanlage des VfR ist seitens der Lokalpolitik noch nicht endgültig beschlossen worden. Die Stadtverwaltung wurde allerdings im letzten Sportausschuss beauftragt, diesbezüglich konkrete Konzepte vorzulegen. Der Vorstand des VfR Fischenich erhofft sich dadurch neue Impulse im Hinblick auf die endgültige Realisierung dieses Vorhabens.

“Wir begrüßen es, dass Vertreter der Stadtverwaltung nun zeitnah mit uns ins Gespräch treten möchten. Unsere Jugend- und Bambini-Mannschaften haben weiterhin großen Bedarf an einem solchen Kleinspielfeld!”, so VfR- Jugendleiterin Denise Muschner.

So könnte das Kleinspielfeld aussehen (Quelle: www.minispielfeld.de)

Das Amt für Schule, Bildung und Sport der Stadt Hürth hat bereits schriftlich Kontakt zum Vorstand des VfR aufgenommen und um ein Gespräch gebeten.

VfR-Geschäftsführer Fabian Zingel: “Wir brauchen einfach dieses Kleinspielfeld, damit wir mehr Möglichkeiten haben und den Hauptplatz entlasten können! Wir erfahren nach wie vor Unterstützung von den politischen Parteien vor Ort, was uns positiv stimmt.”

Viele Hände, schnelles Ende – VfR ruft zum Frühjahrsputz auf!

Die Stadtwerke Hürth rufen zum diesjährigen Frühjahrsputz am 20.03.2021 von 10-13 Uhr auf.

Quelle: www.stadtwerke-huerth.de


“Wir begrüßen die Aktion der Stadtwerke Hürth und werden beim Frühjahrsputz rund um unseren Sportplatz “Auf der Landau” mitwirken. Unter Einhaltung der üblichen Corona-Hygienevorschriften laden wir hierzu sowohl unsere Jugend- und Seniorenmannschaften als auch alle anderen Mitglieder und Sympathisanten des VfR ein, tatkräftig mitzumachen!”, so Geschäftsführer Fabian Zingel im Namen des Vorstandes.

Treffpunkt  ist um 09:45 Uhr am Parkplatz vor dem Sportplatz.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Stadtwerke Hürth unter “Aktuelles” :

 

https://www.stadtwerke-huerth.de/stadtwerke/abfall/putzmunter.html

 

In dieser Mannschaft steckt viel Talent drin

Heute beschäftigen wir uns mit dem Aushängeschild des VfR, sprich der ersten Mannschaft. Aus diesem Grund stand der Spielführer der ersten Mannschaft Fabian Longhitano (25) zu einem Interview zur Verfügung. Darin erzählte Fabian, wie man sich seinerzeit aus der Krise herausgearbeitet hat, über die besondere Konstellation im Trainerteam und realistiche Ziele für die Zukunft.

Landau-Kurier (LK): Hallo Fabian! Wie geht es dir? Wie geht es den Jungs der ersten Mannschaft? Habt ihr Kontakt untereinander in dieser schwierigen Zeit?

Fabian Longhitano: Mir geht es zum Glück gut und ich brenne total darauf, wieder auf die Landau zu dürfen und mit meinen Jungs zu kicken. Wir schicken uns immer regelmäßig unsere Laufeinheiten in die gemeinsame WhatsApp-Gruppe und diskutieren über die Ergebnisse der Profis, die ja das Glück haben, weiterspielen zu dürfen.

LK: In der letzten Saison hattet ihr ein rabenschwarzes Jahr und als Tabellenschlusslicht kaum gepunktet. Dank Corona seid ihr in der Liga geblieben. Wie habt ihr es in dieser Saison geschafft, den Schalter umzulegen und wieder erfolgreicher zu sein?

Fabian Longhitano: Das letzte Jahr war ein ganz schweres Jahr für uns. Wir hatten viel Pech und wenn einmal der Wurm drin ist, ist es schwer da raus zu kommen. Wir waren letztes Jahr individuell zu schwach besetzt, wobei wir einige Abgänge und kaum Zugänge hatten. Der Kader war zu klein, um anständig trainieren zu können. Es ging wie ein Selbstläufer immer weiter die Tabelle runter und nicht mehr nach oben. Zum Glück konnten wir letztes Jahr nicht absteigen, da schon zwei Absteiger fest standen.
Diese Saison haben wir uns mit sehr talentierten, jungen Spielern und zwei Rückkehrern verstärkt und sind allgemein breiter im Kader aufgestellt. Als Konsequenz daraus haben wir nun die Möglichkeit auf ein qualitativ besseres Training mit Taktikschulung und einem gesunden Konkurrenzkampf im Team. Und schon geht’s wieder bergauf. So haben wir dann verdient wieder Spiele gewonnen, aber auch leider unnötig Punkte liegen lassen. In diesen Momenten fehlte uns vielleicht noch ein Stück mehr Siegeswille, Motivation und auch Spielglück, was im Fußball dazu gehört. Ich bin sehr glücklich, Teil dieser Mannschaft zu sein. Da steckt viel Talent drin und das Schöne ist auch, dass wir alle Neuzugänge gut integriert haben. Wir haben einen super Teamgeist und wenn wir das weiterhin auf den Platz bringen, werden wir noch einige Punkte holen.

LK: Euer Trainerteam besteht aus Cheftrainer Gökhan Erbis und deinem Vater Salvatore Longhitano, der als Co-Trainer fungiert. Wie kommt die Mannschaft mit beiden klar und was bedeutet es für dich, dass dein Vater im Trainerteam ist?

Fabian Longhitano: Seit ungefähr einem Jahr haben wir auch noch Semih im Trainerteam, der sich super mit den Spielern und Trainern ergänzt und bis jetzt tolle Arbeit abliefert.
Die Stimmung zwischen Team und Trainern ist wirklich sehr gut. Gökhan investiert sehr viel Zeit und Kraft für uns und ich denke, dass wir ihm das in den restlichen Spielen der Saison 20/21 zurückgeben werden. Er arbeitet an coronakonformen Trainingseinheiten und pusht uns alle dazu, sich fit zu halten. Er brennt am meisten, endlich wieder loszulegen.
Mein Vater ist ja hauptsächlich für unsere Torhüter zuständig. Er bringt sich aber mit seinen Ideen und Erfahrungen in die Diskussionen mit ein. Der Respekt und die Akzeptanz der Mannschaft bezüglich seiner Funktion ist absolut vorhanden.
Ihm liegt der VfR wirklich am Herzen, seit er meine Schwester und mich als kleine Kinder oben auf dem legendären alten Aschenplatz spielen lassen hat. Dort haben wir das Fußballspielen gelernt und ich bin stolz darauf, immer noch beim VfR zu spielen. Wir haben viele in der Manschaft, die sich schon von klein auf kennen und das ist schon was besonderes. Ich würde mir wünschen, dass wir in Zukunft noch größere Erfolge zusammen feiern können, denn das würde allem noch die Krone aufsetzen.

LK: Was ist deiner Meinung nach perspektivisch mit dieser Mannschaft möglich? Benötigt ihr eine Verjüngung bzw. viele externe Neuzugänge?

Fabian Longhitano: Ich will gar nicht so weit vorausschauen. Erstmal müssen wir uns auf den Restart fokussieren, denn man weiß nie, ob dabei alle gesund und verletzungsfrei bleiben.
Unser kurzfristiges Ziel ist es, die derzeitige Position im oberen Tabellendrittel zu festigen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das schaffen werden.
Langfristig wünsche ich mir Neuzugänge, die uns wirklich weiterbringen können. Wir sind eine offene und engagierte Truppe, welche junge und talentierte Spieler integrieren möchte . Bei uns findet man definitiv neue Freunde, die immer alles geben und stets zusammenstehen.

LK: Schließlich möchten wir von Dir wissen, wie lange du noch spielen möchtest? Könntest du dir nach deiner Karriere eine andere Position im Verein vorstellen?

Fabian Longhitano: Ich würde schon noch zehn Jahre spielen. Ich hoffe, dass ich dafür gesund bleibe. Es liegt ganz allein an mir und meiner Fitness, um so lange wie möglich konkurrenzfähig für die erste Mannschaft zu sein und dem VfR Fischenich zu helfen. Was danach kommt, wird die Zeit zeigen. Ich bin offen für alles.

Ich möchte alle Leserinnen und Leser grüßen. Haltet durch, bleibt gesund und hoffentlich könnt ihr euch bald wieder attraktiven Fußball „Made in Fischenich“ an der Landau anschauen!
Wir freuen uns auf euch!

Was bedeuten die Lockdown-Lockerungen für den Fussball?

Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder haben bei ihrer Videokonferenz am Mittwoch, 3. März 2021, eine schrittweise Lockerung des Lockdowns in der Covid-19-Pandemie verkündet. Unter anderem ist eine Öffnung für den Sport, abhängig von der aktuellen Infektionslage, angedacht. Was bedeutet das genau für den Fußball? Wir haben den Beschluss unter die Lupe genommen.

Die Bund-Länder-Konferenz hat beschlossen, dass im Grundsatz die bisher geltenden Beschränkungsmaßnahmen bis zum 28. März fortgesetzt werden. Gleichzeitig wurden mögliche Öffnungsschritte für bestimmte Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche festgelegt. Zentrales Kriterium für bestimmte Beschränkungsmaßnahmen bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Zuständig sind die jeweiligen Bundesländer. Der Sport ist Teil der festgelegten Öffnungsschritte drei bis fünf.

Für den 3. Öffnungsschritt ab dem 8. März ist abhängig von der aktuellen Infektionslage beschlossen worden:

  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:
    • Eine Region oder ein Land kann den Freiluftsport für Kinder bis 14 Jahren, also auch Fußball, erlauben (Gruppen bis zu höchstens 20 Kindern).
  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 50 oder weniger:
    • “Kontaktfreier” Sport darf auch von Erwachsenen (beziehungsweise Ü 15) betrieben werden (Gruppen bis maximal zehn Personen). (hier ist Klärung bezüglich Fußball erforderlich)

Für den 4. Öffnungsschritt ab frühestens dem 22. März ist abhängig von der aktuellen Infektionslage beschlossen worden:

  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:
    • Freiluftsport, inklusive Kontaktsport und Fußball, für alle ohne Gruppenbeschränkung, aber: Es muss für alle Erwachsenen (und ab Ü 15) ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest vorliegen.
  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 50 oder weniger:
    • Sport (einschließlich Fußball) darf im Freien betrieben werden ohne Gruppenbeschränkung oder Testerfordernis.

Für den 5. Öffnungsschritt ab frühestens dem 5. April ist abhängig von der aktuellen Infektionslage beschlossen worden:

  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 100 oder weniger:
    • Sport im Freien (einschließlich Fußball) ohne Gruppenbeschränkung oder Test; kontaktfreier Sport in der Halle.
  • Stabile oder sinkende Inzidenz von 50 oder weniger:
    • Sport im Freien und in der Halle, einschließlich Fußball und Kontaktsport, ohne Beschränkungen.

In jedem Fall können die Öffnungsschritte aber nur abhängig von der aktuellen Infektionslage umgesetzt werden. Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einem Bundesland oder einer Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März 2021 gegolten haben, wieder in Kraft (Notbremse).

Die Bund-Länder-Konferenz wird am 22. März 2021 über weitere Maßnahmen beraten.